Meine Geschichte
Meine Geschichte:
Der Ruf der Berge


Ich tauschte Stöckelschuhe gegen Bergschuhe und das Konservatorium gegen die ungezähmte Natur. Sieben Jahre lang war die Höllentalhütte mein Zuhause und mein Arbeitsplatz als Hüttenwirtin – eine Zeit, die mich Demut und echte Tatkraft lehrte.
Mein Alltag war voller Romantik und Arbeit: Ich war allein für die gesamte Versorgung der Hütte verantwortlich. Das bedeutete, im Tal mit meinem Unimog die Waren einzukaufen und hoch durch das Gebirge auf die Materialseilbahn zu laden. Alles ging dann steil nach oben über die Trassen zur Hütte.
Oft war es schon stockdunkel, dann begann mein eigener Weg nach Hause: Der abendliche Aufstieg durch die wilde, tosende Höllentalklamm. Allein mit dem Rauschen des Wassers und den steilen Felswänden fand ich dort die Kraft, die mich bis heute trägt.
Diese sieben Jahre haben mein Verständnis von Freiheit und Minimalismus geprägt. Was ich damals am Berg lernte, lebe ich heute im Wald und auf dem Campingplatz weiter. Diese Erfahrungen fließen nun in meine Malbücher und meinen kommenden Camping-Ratgeber ein – als Hommage an ein Leben, das zeigt, wie wenig man braucht, um wirklich erfüllt zu sein.

Die Reise zu mir selbst
Nach den erfüllten Jahren in der Freiheit der Berge geht jetzt meine Geschichte weiter und führte mich mein Lebensweg schließlich zurück in die pulsierende Stadt München. Als Omnibusfahrerin trug ich dort täglich eine große Verantwortung und genoss die ständige Bewegung im städtischen Rhythmus. Der langjährige Dauerstress der schließlich seinen Tribut forderte und ein schwerer Burnout mich zum radikalen Innehalten zwang. Diese Zeit der erzwungenen Stille war anfangs schmerzhaft und voller Ungewissheit, doch rückblickend wurde sie zum kostbaren Samenkorn für mein heutiges Leben.
Ruhe und Genesung

Um die nötige Ruhe für meine Genesung zu finden, mietete ich mir ein kleines Gartenhaus. Hier mascht meine Geschichte eine kleine Pause. Inmitten dieses grünen Rückzugsortes, begleitet vom steten Gesang der Vögel und der treuen Nähe meiner beiden Hunde, fand ich langsam zurück zu meiner Kraft. In dieser Phase des Übergangs begann ich, mein langjähriges Hobby zur Berufung zu machen. Ich arbeitete als Astrologin und Lebensberaterin, um anderen Menschen Orientierung zu geben und gleichzeitig meine Existenz zu sichern.
In der Stille des Gartens reiften jedoch noch weitere Träume heran, die mein heutiges Schaffen prägen. Die Vision, nach meiner vollständigen Genesung wieder als Musiklehrerin tätig zu sein, nahm immer klarere Konturen an. Gleichzeitig entdeckte ich die Freude daran, meine Kreativität in die digitale Welt zu tragen. Hier, in der Geborgenheit meines Gartenhauses, entstand der Mut, als freiberufliche Autorin zu arbeiten und meine Gedanken und Erfahrungen in die Welt zu schreiben. Was als Weg der Heilung begann, weitete sich zu einem neuen Horizont, auf dem sich Musik, Beratung und das geschriebene Wort harmonisch vereinen.
Klänge und Kraftorte:
Die Musik blieb über all die Jahre mein treuer Begleiter und roter Faden, denn auch das gehört zu meiner Geschichte. Mit meiner steirischen Harmonika und meiner bayerischen Band zog ich durch das ganze Land – von München bis tief in die Oberpfalz und den Bayerischen Wald spielten wir Volksmusik-Stücke mit echter bayerischer Mundart. Diese Leidenschaft gab ich später auch als Musiklehrerin in meinem eigenen Studio an meine Schüler weiter, wo ich sogar spezielle Notenbücher für Kinder mit Lernschwierigkeiten entwickelte. Doch so sehr ich die Bühne und den Unterricht liebte, so sehr zog mich die Sehnsucht nach Ruhe und positiven Energien immer wieder hinaus in die Natur.
Bienenhaus
Als Musikerin in meiner Band bekam ich die Möglichkeit ein kleines Bienenhaus im Bayerischen Wald für mich zu nutzen. Es war mein ganz persönlichen Kraftort und es gehörte meinem Musikpartner, der es mir zur freien Nutzung überließ – ein Geschenk, das ich so oft wie möglich annahm. Dort, in der tiefen Stille des Waldes, empfing ich eine wunderbare, fast schon heilende Energie, die meine Seele berührte und zur Leinwand für meine kreativen Ideen wurde. Während ich tagsüber völlig versunken im Bienenhaus an meiner Musik arbeitete, verwandelte sich diese gesammelte Energie am Abend in pure Lebensfreude, wenn mein Musikant und ich gemeinsam im Wirtshaus aufspielten. Das Bienenhaus war zwar kein ständiger Wohnsitz, aber es wurde zu meinem wichtigsten Rückzugsort, an dem ich in jeder freien Minute auftanken und meine Kreativität frei fließen lassen konnte.

Mein Wasserschloss:
Zwischen barocken Klängen und der Freiheit unter Sternen
Die Zeit in meinem Musikstudio im Wasserschloss war von einer unvergleichlichen Kreativität geprägt. Das alte Gemäuer lebte: Aus jedem Stockwerk drangen unterschiedliche Klänge an mein Ohr – mal der helle Sound einer Trompete, mal das sanfte Perlen eines Klaviers und unter mir der rhythmische Schlag des Trommlers. Das Schloss war ein Schmelztiegel der Künste. Neben dem archaischen Dröhnen des Didgeridoos fanden hier Strickkurse statt, es wurde Wolle gesponnen und an magischen Abenden wurden Märchen erzählt.
Ein besonderes Highlight waren die Opern- und Operettenaufführungen im Schlosshof. Ich hatte das Privileg, diese Spektakel logenartig von meinem Barockbalkon aus zu genießen. Doch ich war nicht nur Zuschauerin: Zweimal im Jahr öffnete ich die Türen meines Studios für eigene Veranstaltungen, bei denen meine Musikschüler ihr Können in diesem prachtvollen Ambiente präsentieren konnten.

Wohnen auf dem Campingplatz
Meine Geschichte auf den Campingplatz war eine Flucht und ein Abenteuer zugleich ein radikaler Schnitt von jetzt auf gleich. Nach einem tiefen Zerwürfnis mit meinem Lebenspartner packte ich kurzerhand meine Sachen. Was als Notlösung begann, entpuppte sich als Glücksfall. Es passte einfach alles: Der Stellplatz mitten im Grünen, die Geborgenheit des Wohnwagens und die unerwartete Hilfsbereitschaft völlig fremder Menschen. In dieser neuen Gemeinschaft fühlte ich mich sofort zu Hause. Der zermürbende Streit der Partnerschaft war augenblicklich vergessen. Hier, umgeben von Natur, konnte ich endlich wieder tief durchatmen und den Kopf frei für neue Ideen bekommen.
Das Pendeln zwischen Schloss und Freiheit
Mein Leben fand fortan in zwei völlig verschiedenen Welten statt. Tagsüber war ich die Musiklehrerin im herrschaftlichen Wasserschloss, doch sobald die Dämmerung einsetzte, zog es mich zurück in die Einfachheit der Natur. Gemeinsam mit meinen beiden Hunden fuhr ich jeden Abend zum Campingplatz, wo uns die Ruhe der Nacht empfing.
Diese Kontraste füllten mein Herz. Wenn es im Winter draußen klirrend kalt wurde, blieb ich allerdings oft in meinem Musikstudio. Dort war es mollig warm, während der Wind um die Schlossmauern pfiff. Der Campingplatz im Winter hingegen, mit seiner ganz eigenen stillen Magie, ist eine Geschichte die ein ganz eigenes Kapitel verdient.

Wohnen im Fischerhaus:
Ein neuer Lebensabschnitt in meiner Geschichte begann mit einem mutigen Umzug, denn das Leben in Bayern war zu teuer geworden. Nachdem sich meine Band nach 18 gemeinsamen Jahren aufgelöst hatte, fühlte es sich an, als würden mich die göttlichen Energien direkt ins Vogtland führen. Dort begann ein ganz neues Abenteuer: Ich bezog eine urige Fischerhütte, die direkt in einen Freizeitpark integriert war, in dem ich fortan arbeitete.
Eine meiner besonderen Aufgaben betraf das Leben am Wasser: Ich machte den Angelschein so hielt ich Kurse ab und unterwies die Menschen in der Kunst des Angelns. Im Anschluss stellte ich den Teilnehmern einen speziellen Angelschein aus, der ihnen ganz offiziell die Erlaubnis gab, auf diesem Gewässer zu angeln.
Auch an diesem Ort blieb die Musik mein Herzstück. An den Wochenenden gestaltete ich gemeinsam mit dem Besitzer das musikalische Programm. Meine steirische Harmonika und die Gitarre begeisterten die Gäste, und oft spielten wir sogar direkt auf dem Floß unter freiem Himmel. Während das Leben im Fischerhaus im Sommer ein wahres Paradies war, wurde es im Winter zu einer echten Herausforderung, sobald der Teich zu einer massiven Eisplatte fror. Es war eine Zeit voller Kontraste, in der ich die Natur in all ihrer Kraft und Schönheit erleben durfte.
Heute: Waldundwildnis
Heute verbinde ich all diese Erfahrungen. mit der ultimative Freiheit. Hier, inmitten der Natur, fließen meine Erlebnisse aus der Berghütte, dem Bienenhaus, mein Leben im Wohnwagen und der Fischerhütte in meinen Büchern.
Ich lade dich ein, ein Stück dieser Wildnis mit mir zu teilen – durch meine Musik, meine Bücher und meine Geschichten.